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Mache nicht diesen einen Fehler, denn er macht Dich unglücklich! Warum unser Gehirn Ursache und Wirkung vertauscht oder uns einen Zusammenhang vorgaukelt, wo gar keiner ist. Und warum Dich das davon abhält, Beruf und Privates unter einen Hut zu bringen, darüber möchte ich heute mit Dir sprechen.

Willkommen zu „Führung ist ein Kinderspiel“, der Podcast für Führungskräfte mit Familie. Hier bespreche ich mit Dir Tipps und Strategien, wie Du Karriere und Familie unter einen Hut bekommst, ohne dabei auszubrennen oder die Karriere aufs Spiel zu setzen. Wir machen hier aus gestressten Vorgesetzten und frustrierten Ernährern erfolgreiche Führungskräfte und zufriedene Papas.

Hallo und herzlich willkommen, hier ist Stefan Mantel von stefanmantel.com. Ich freue mich, dass Du auch dieses Mal wieder eingeschaltet hast. Heute möchte ich mit Dir über einen Denkfehler sprechen, der vielen von uns Führungskräften mit Familie aus meiner Sicht das Leben schwer macht. Wir verwechseln nämlich Ursache und Wirkung beziehungsweise sehen einen ursächlichen Zusammenhang, wo es überhaupt keinen gibt. Und das hält Dich davon ab, Beruf und Privates unter einen Hut zu bringen. Bevor wir jetzt in das Thema einsteigen, möchte ich Dich einladen, meine Facebook Gruppe zu besuchen. Wenn Du auch Führungskraft bist, und das bist Du, sonst würdest Du diesen Podcast nicht hören, dann kennst Du das vielleicht auch, dass Du Dich häufig mit Deiner Frau streitest. Du konntest Deinen Sohn wieder nicht zum Fußballtraining begleiten oder hast die Ballettaufführung Deiner Tochter schon wieder verpasst. Wenn Du nach Hause kommst, dann brauchst Du eigentlich fünf Minuten Ruhe, aber Deine Frau und Deine Kinder möchten direkt etwas von Dir. Oder Du kommst mal wieder nicht pünktlich aus dem Büro, und das Abendbrot findet zum dritten Mal in dieser Woche ohne Dich statt.

Gründe, sich zu streiten, gibt es viele. Das Leben als Führungskraft mit Familie ist eben ein ständiger Spagat. Da ist dieses Unverständnis Deiner Frau Deinem beruflichen Stress gegenüber und die Verständnislosigkeit Deines Vorgesetzten für Deine familiäre Situation. Du hast das Gefühl, alle machen Druck, und ein Ausweg schien bisher nicht in Sicht. Deshalb habe ich eine Facebook Gruppe gegründet, eine geschlossene Facebook Gruppe, in der wir Führungskräfte mit Familie uns über diese Themen austauschen können: Wie kannst Du es schaffen, möglichst weniger zu Hause streiten zu müssen? Wie schaffst Du es, Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen und mehr Qualitätszeit mit Deinen Kindern verbringen zu können? Wie schaffst Du es, zu Hause weniger gestresst und gereizt zu sein? Kurz gesagt, Du bist in unserer Facebook Gruppe genau richtig, wenn Du jeden Tag aufs Neue die Herausforderung meistern musst, als engagierte Führungskraft auch genügend Zeit und Energie für Deine Familie aufzubringen. Du findest die Gruppe unter stefanmantel.com/gruppe. 

Ich würde mich freuen, wenn wir uns dort zum gegenseitigen Austausch treffen.

Nun aber rein ins Thema „Ursache und Wirkung“. Vielleicht kennst Du diesen Gedanken auch, „wenn ich dieses Projekt gut abgeschlossen habe, dann entspanne ich mich mal richtig. Dann arbeite ich am Wochenende nicht mehr.“ Oder „wenn ich endlich zum Abteilungsleiter befördert wurde, dann kann ich es mir auch leisten, die Bürotür zu schließen und für zwei Stunden nicht mehr für meine Mitarbeiter ansprechbar zu sein.“ Das erscheint uns völlig logisch. Die Ursache, ein Projekt gut abgeschlossen zu haben führt dazu, dass ich entspannen kann. Ursache: wenn ich Abteilungsleiter bin, Wirkung: dann kann ich es mir auch leisten, die Bürotür zu schließen. 

Und jetzt wage ich die folgende provokante These. Auch der umgedrehte Zusammenhang von Ursache und Wirkung macht durchaus Sinn. Ich kann dieses Projekt nur gut abschließen, wenn ich mich dieses Wochenende schon entspanne. Lass Dir das nochmal auf der Zunge zergehen, ich kann dieses Projekt nur gut abschließen, wenn ich mich jetzt schon entspanne. Oder bei der Beförderungsthematik, wenn ich jetzt schon die Bürotür zumache, um an den wichtigen Dingen zu arbeiten, wird meine Beförderung umso schneller gehen. Auch das macht durchaus Sinn. Ehrlich gesagt, von außen betrachtet macht dieser zweite Ursache-Wirkungszusammenhang sogar deutlich mehr Sinn als der erste. Bloß wenn wir im Hamsterrad stecken, können wir das häufig nicht sehen. Was macht unser Gehirn da eigentlich mit uns? Wir stellen eine völlig unreflektierte Kausalität her, und das macht Dich unglücklich und verhindert, dass Du beruflich erfolgreich bist. Es verhindert vor allen Dingen auch, dass Du Beruf und Privates unter einen Hut bekommst, denn häufig sind die Dinge anders als wir denken. Wir verwechseln A mit B, nehmen es aber als völlig normal hin.

Und nicht nur das, manchmal stellen wir auch eine Kausalität her, wo gar keine ist. Vielleicht kennst Du das auch, im Sommer gibt es einen massiv höheren Speiseeisumsatz als im Winter. Und im Sommer treten auch sehr viel mehr Sonnenbrände auf als im Winter. Gibt es da einen kausalen Zusammenhang? Nein, natürlich nicht, und das erscheint uns total logisch. Oder es gibt bestimmte Regionen in Deutschland, da ist der Bestand an Störchen massiv zurückgegangen. Und in denselben Regionen ist auch die Zahl der Neugeborenen zurückgegangen. Gibt es da einen kausalen Zusammenhang? Wahrscheinlich eher nicht, da der Klapperstorch nicht die Kinder bringt, wie wir alle wissen, sondern das ist eine Korrelation, denn es besteht kein Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung.  

Und was uns hier völlig logisch erscheint, ist im Job gar nicht mehr so logisch. Lass mich also nochmal zusammenfassen. Wir verwechseln bei einem kausalen Zusammenhang häufig Ursache und Wirkung und gehen davon aus, dass B eine Wirkung von A ist. Es könnte aber genauso gut andersherum sein, A ist eine Wirkung von B. Und manchmal ist das, was uns als kausaler Zusammenhang erscheint, eher eine Korrelation. Da treffen zwei Dinge aufeinander, die so aussehen, als hätten sie etwas miteinander zu tun, haben sie aber in Wirklichkeit gar nicht. Und es wird sogar noch komplexer. Es gibt die Führungskräfte, die sagen, sie arbeiten viel für ihre Familie, damit sie sich ihr Haus und den Urlaub leisten und Zeit miteinander verbringen können. Das ist wichtig für ihre Beziehung. Aber sie merken gar nicht, dass sie das genau Gegenteil von dem erreichen, was sie eigentlich möchten. Sie tun nämlich gerade alles dafür, dass die eigene Beziehung in die Brüche geht, weil sie so viel arbeiten.

Ich möchte Dich heute dafür sensibilisieren, in der nächsten Woche hinzuschauen, wo Du Ursache- und Wirkungszusammenhänge herstellst, die für Dich auf den ersten Blick völlig logisch sind, aber wenn Du von außen draufguckst, durchaus fragwürdig sind. In diesem Sinne wünsche ich Dir viele spannende neue Erkenntnisse, und wir hören uns dann am nächsten Montag wieder und sehen, sprechen und tippen uns in meiner Facebook Gruppe stefanmantel.com/gruppe. Ich würde mich freuen, wenn Du Teil der Community werden würdest.

Dir erstmal eine ganz, ganz tolle Zeit. Dein Stefan Mantel.

Werde Mitglied meiner Community und trete meiner Facebook-Gruppe bei unter: stefanmantel.com/gruppe