Webinar am 19.01. und 20:00 Uhr -> Sicherere Dir jetzt Deinen Platz unter www.stefanmantel.com/webinar

Wer rastet, der rostet? Wer pausiert, der optimiert! In dieser Episode von „Führung ist ein Kinderspiel“ besprechen wir, warum Pausen auch – oder gerade – für dich als vielbeschäftigte Führungskraft absolut notwendig sind.

Willkommen zu „Führung ist ein Kinderspiel“, der Podcast für Väter mit Führungsverantwortung. Hier bespreche ich mit dir Tipps und Strategien, wie du als Führungskraft und Vater abends keine beruflichen Aufgaben unerledigt hast, so dass du pünktlich zum Abendbrot zu Hause bei deiner Familie bist. Ich helfe dir, zufrieden mit deinem Leben zu sein, ohne Angst haben zu müssen, auf dem Sterbebett etwas zu bereuen.

Hallo und herzlich willkommen. Hier ist Stefan Mantel von stefanmantel.com. Ich freue mich, dass du auch dieses Mal wieder eingeschaltet hast. Heute möchte ich mit dir der Frage nachgehen, warum Pausen für dich als Führungskraft essentiell notwendig sind. Aber zuerst möchte ich dich nochmal zu meinem Webinar einladen. Das Ganze findet statt am 19.01., das ist ein Freitagabend, um 20:00 Uhr. Da sollte niemand mehr arbeiten. Und der Familie kann man es vielleicht auch irgendwie verkaufen, weil es nämlich darum geht, wie du Berufliches und Privates unter einen Hut bekommst. Konkreter gesagt geht es um die vier Denkfallen, die verhindern, dass du Beruf und Vatersein unter einen Hut bekommst. Das Ganze findest du unter www.stefanmantel.com/webinar. Dort kannst du dir deinen Platz sichern.

Nun aber zum Thema. Wer rastet, der rostet? Nein, sage ich, denn: wer pausiert, der optimiert! Warum ist das ein wichtiges Thema? Ich erlebe in relativer Regelmäßigkeit immer wieder Führungskräfte, die mir allen Ernstes erzählen, sie hätten so viel zu tun, dass sie keine Pausen mehr machen können. Und da geht es nicht um die Fünf-Minuten-Pausen, die man nicht mehr hinkriegt, sondern die Führungskräfte sagen, dass sie allen Ernstes keine Mittagspause mehr machen! Sie schleppen sich durch den Tag und holen sich abends dann irgendwo schnell noch etwas fix was auf der Hand.

Werfen wir einen Blick weg von den Führungskräften hin zu Sportlern. Wenn dir ein Fußballspieler erzählen würde, er ist noch nicht gut genug, und deshalb muss er jetzt fünf, sechs, sieben Stunden am Tag trainieren, und nein, eine Trainingspause kann er sich im Moment nicht leisten, er macht das sieben Tage, und auch, wenn er nach einem Fußballspiel erschöpft ist, dann muss er trotzdem trainieren, er muss noch besser werden, was würdest du ihm sagen? Ich bin kein Fußballprofi, aber ich würde ihm sagen, „Junge, das wird so nichts! Du musst schon ein bisschen darauf achten, dass du nicht über deine Grenzen gehst. Nach einem Spiel, bei dem du dich verausgabt hast, macht es vielleicht Sinn, am nächsten Tag kein Training oder zumindest ein weniger anstrengendes Training zu machen. Was uns allen bei Sportlern absolut plausibel erscheint, machen wir in unserem Alltag völlig anders. Und da ist kein Riesenunterschied zwischen einem Sportler, der alles gibt oder einer Führungskraft, die jeden Tag gefordert ist. Da geht es vielleicht nicht so an die körperlichen Grenzen, aber an die Leistungsgrenzen geht es doch für viele von uns allemal.

Dem Ganzen liegen zwei Irrtümer zugrunde. Der erste Irrtum lautet, Pausen sind überflüssig. Ich brauche keine Pausen, denn ich würde schließlich merken, wenn es nicht mehr geht. Aber das schaffe ich schon noch, ich bin ja noch jung, ich bin ja erst vierzig. Vielleicht bin ich sogar noch jünger, vielleicht bin ich erst dreißig, und Pausen, nein, die brauche ich nicht. Das ist dummes Zeug, und es gibt keine Untersuchung, egal, wie jung du bist, die das bestätigt. Die wenigsten Menschen können sich über neunzig Minuten, über zwei Stunden hinaus wirklich konzentrieren, und das ist das absolute Maximum. Der Konzentrationslevel fällt total ab. Und der zweite Irrtum, der damit zusammenhängt, lautet: viel hilft viel! Wenn ich länger arbeite, dann bekomme ich mehr geschafft. Wie dumm ist das denn bitteschön? Wir nennen das eine „Milchmädchenrechnung“.

Ich habe recherchiert, was das eigentlich ist, eine „Milchmädchenrechnung“. Wikipedia verrät es uns, es ist „eine Bezeichnung für eine naive Betrachtung oder Argumentation, die wesentliche Rahmenbedingungen nicht beachtet oder falsch in Ansatz bringt und deshalb zu einem nur scheinbar plausiblen, tatsächlich jedoch unzutreffenden Ergebnis kommt“. Und da muss man sagen, genau das ist es! Viel hilft viel, wenn ich mehr arbeite, wenn ich länger arbeite und keine Pausen mache, dann ist das großer Unsinn. Es ist nur auf den ersten Blick plausibel, denn wesentliche Rahmenbedingungen beachte ich dabei nicht, nämlich, dass meine Konzentration nicht dauerhaft zu halten ist. Was heißt das jetzt aber? Pausen sind notwendig, wenn du deine Produktivität und deine Kreativität steigern willst. Bei der Kreativität erscheint das jedem plausibel, bei der Produktivität allerdings erstmal nicht. Es sei jedoch auf das Milchmädchen verwiesen.

Wie geht das konkret? Aus meiner Sicht sind im Führungsalltag zwei Arten von Pausen wichtig. Es sind einmal die kleinen Fünf-Minuten-Pausen, und es ist die große Mittagspause. Die Fünf-Minuten-Pausen kennst du sicher noch aus der Schule. Bei uns in Rheinland-Pfalz war es damals so, wenn es zwischen zwei Schulstunden keine große Pause gab, dann hatten wir fünf Minuten Pause. Da hat man eben kurz seine Schnitte gegessen, man ist in einen anderen Klassenraum gegangen oder wie auch immer. Solche Fünf-Minuten-Pausen gilt es nach spätestens neunzig Minuten, allerspätestens nach zwei Stunden einzulegen, weil dann die Leistung abfällt. Das heißt also, an einem Vormittag, je nachdem, wann du beginnst, kannst du ohne eine oder zwei Fünf-Minuten-Pausen nicht auskommen. Und die große Pause, die Mittagspause, ist sicherlich etwas länger, vielleicht eine halbe Stunde, eine Dreiviertelstunde oder eine Stunde, je nachdem, wie man zeitlich aufgestellt ist. Aber unter einer halben Stunde macht es keinen Sinn. Dabei verweise ich nicht auf das Arbeitsrecht, danach guckt sowieso keiner, aber für dich ergibt es Sinn, zumindest eine halbe Stunde Mittagspause zu machen.

Wie installierst du diese Pause? Bei der Mittagspause hat es sich bewährt, sie fix in den Kalender einzutragen. Diese Idee stammt nicht von mir, sondern von Michael Hyatt. Das ist einer der amerikanischen Selbstmanagement-Päpste, von denen es zahlreiche gibt. Die Theorie dahinter ist, wenn du Zeit für die Pause als Termin blockst, dann ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass dir ein Termin reingeknallt wird, wenn andere Menschen auf deinen Kalender zugreifen können, zum Beispiel deine Mitarbeiter, dein Vorgesetzter oder deine Sekretärin. Man nimmt diesen Termin selbst auch ernster und verschiebt ihn nicht mal eben so leicht.

Weiterhin hat es sich bewährt, Protokoll zu führen, ob der Zeitplan funktioniert hat. Dann kannst du am Ende der Woche prüfen, ob alles gut gelaufen ist oder ob du noch an einigen Stellschrauben drehen musst. Zum Beispiel, wenn Punkt 12:00 Uhr aus betrieblichen Gründen keine gute Zeit ist und du die Pause auf 12:15 Uhr verschieben musst. Das sind die beiden Tipps, erstens die Pause als Termin in den Kalender eintragen und zweitens Protokoll zu führen, ob es geklappt hat. Und wenn man es ganz dezidiert machen will, kann man notieren, warum es nicht funktioniert hat. Führt man dann über eine längere Zeitspanne Protokoll, kann man noch differenzierter draufgucken.

In der Mittagspause ist wichtig, vernünftig zu essen. Und das bedeutet, nicht zu schlingen, denn sonst hieße es „schlingen“ und nicht „essen“. Auch Bewegung ist ganz wichtig, und außerdem schauen, dass man noch etwas Entspannendes on top macht, um zu verhindern, dass man während des Essens seine Mails checkt. Lieber nochmal den Blick durchs Fenster schweifen lassen und in die Ferne schauen.

Und die Fünf-Minuten-Pausen, wie kannst du diese gut installieren? Sie in den Kalender einzutragen, ergibt meiner Meinung nach keinen Sinn. Es hat sich bewährt, einen Timer zu benutzen, zum Beispiel mit dem Handy oder am Computer. Es sollte ein Timer sein, den man unkompliziert einstellen kann, zum Beispiel auf eine Stunde oder auf maximal neunzig Minuten. Wenn man im Arbeiten ist, dann verliert man die Zeit aus den Augen, und schnell ist man über diesen Punkt hinaus. Für die kleinen Pausen lohnt es sich also, den Timer zu stellen und dann wirklich aufzuhören, wenn er das Signal gibt. Und in diesen fünf Minuten geht es nicht darum, das Büro zu verlassen. Das kannst du natürlich machen, du kannst dir einen Kaffee kochen oder einen Tee trinken. Es geht dabei jedoch eher darum, wirklich etwas Anderes zu machen. Auch dabei ist Bewegung wichtig, aufstehen, nochmal richtig durchatmen und für diejenigen, die viel vor dem Computer sitzen, nochmal aus dem Fenster zu gucken, so dass sich die Augen wieder ein bisschen entspannen können.

Die große Mittagspause sollte man also wirklich in den Kalender eintragen, und für die kleinen Fünf-Minuten-Pausen gilt, sich einen Timer zu setzen. Und ich möchte jetzt wirklich niemandem hören, dass er dafür keine Zeit hat. Niemand von uns hat die Zeit! Gerade, wenn du keine Zeit hast, geht es darum, möglichst produktiv zu arbeiten. Und das bekommst du ohne Pausen nicht hin.

Ich hoffe, dir hat dieser Impuls gefallen. Ich würde mich über Kommentare freuen, wie es dir mit deinen Pausen geht, was dir gut gelingt und wo es vielleicht Schwierigkeiten gibt. Und ich möchte nochmal auf mein Webinar am 19.01. um 20:00 Uhr hinweisen. Du kannst dich eintragen und dir deinen Platz unter www.stefanmantel.com/webinar sichern.

Jetzt wünsche ich dir eine ganz, ganz tolle Woche mit vielen Pausen. Es geht nicht darum, möglichst viele Pausen zu machen, sondern darum, sie möglichst angemessen zu machen. Dir bis zum nächsten Montag erstmal eine gute Zeit. Dein Stefan Mantel.

Möchtest Du von Stefan persönlich und kostenlos beraten werden, was der nächste Schritt ist, als Führungskraft noch erfolgreicher und trotzdem pünktlich zum Abendbrot zuhause bei Deiner Familie zu sein?

Dass reserviere Dir jetzt Deinen Wunschtermin mit Stefan: http://stefanmantel.com/telefonat/